zinsik-onlinesince 1999

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Eine Namensgeschichte

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... steht für den Familiennamen der Betreiber dieser Website. Zinsik ist wiederum ein klanglich frei nachempfundenes Derivat von Ksiensik, dem Namen unserer oberschlesischen Vorfahren. 

Auf dieser Seite erfolgt ein kurzer Abriß der Namensgeschichte.

Für weiterführende Hinweise wären wir sehr dankbar.


 

 

Ksiensik

Ksiensik (sprich Kschinschik) ist ein besonders im Südosten Polens (Schlesien) weit verbreiteter Name mit polnischer Herkunft. In Abwandlungen wie Ksienczik, Ksienrzyk, Ksienzyk bis hin zu Ksienicki häuft er sich besonders in den Wojwodschaften Dolnoslaskie (Niederschlesien), Opolskie (Oppeln) und Slaskie (Schlesien), also in einem bis 1945 zweisprachigen Gebiet. 

Wegen der nachfolgenden Vertreibung der deutschen Bevölkerung finden sich diese Familiennamen heute auch über das gesamte Bundesgebiet verteilt wieder.


 

fahrradgeorg

Georg-Alfred Ksiensik wurde am 21.04.1903 als ältestes von 5 Kindern im oberschlesischen Dörfchen Matzkirch (heute Maciowakrze), Kreis Kosel, Bezirk Oppeln, ca. 30 km nördlich der böhmischen Grenze, geboren. Er wurde am 23.04. durch Pfarrer Florian Hygin Kupka getauft; im Beisein der Mutter Matthilde Ksiensik und der Patin Albina Zgraja. Der Name des Vaters bleibt im Taufverzeichnis unleserlich (?). 

Am 19.05.1909 wird Oswald Nahlik geboren. Die Eltern sind Matthilde Nahlik, geborene Kzienzyk (???) und Franz Nahlik aus Dobroslawitz (ca. 1,8 km entfernt). Die Taufe erfolgte am 24.05.1909 in Matzkirch durch Pfarrer Karl Gade. Somit hat Georg mehrere Halbgeschwister vater- und mütterlicherseits.
(Erst 1 Jahr vorher, am 12.06.1908 erschien der Name
Franz Nahlik als Vater von Ottilia Nahlik; als Mutter wird Franziska Nahlik geb. Maziejek aus Dobroslawitz genannt.) Eine weitere Schwester heisst Auguste Nahlik.

...

Nach der Dorfschule geht er in die Schreinerlehre.

Dorffest

postkarte

In den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts verlässt er Schlesien und geht zunächst ins Ruhrgebiet, wo er in der Nähe von Düsseldorf auf verschiedenen Baustellen arbeitet [Foto]. Über den Bergbau in Zwickau (Sachsen) zieht er in die Lausitz, wo er in der Aluminiumhütte Lautawerk bei Hoyerswerda Arbeit findet. Zunächst wohnt er im 10 km entfernten Bernsdorf.

Das erste Motorrad in Grünewald:

eine Zweitakt-Ardie RZ 205

(Ende 30er Jahre)

Anny Ksiensik geb. Frenzel

 geb. 8.12.1917

1939 heiraten Georg (36) und die 15 Jahre jüngere Anny Frenzel aus Trebus, Kreis Niesky. Sie ist die Tochter des Ortsvorstehers und Schmiedemeisters und hat bereits einen 2 Jahre alten, unehelichen Sohn mit Namen Dieter.

In Grünewald (damals Kr. Hoyerswerda) beziehen Sie eine Doppelhaushälfte. In den folgenden Jahren werden 4 weitere Kinder zur Welt kommen:

Rosemarie (1940-2014)

Renate (1942-2013)

Lothar (1944)

Monika (1950)

Durch seine Arbeit in der VIAG-eigenen Aluminiumhütte Lauta-Werk, die als wichtiger Rüstungslieferant galt, wird Opa Georg mehrfach vom Wehrdienst zurückgestellt. 

 

Zum Ende des Krieges dennoch eingezogen, "kämpft" er, mittlerweile 40-jährig als Sanitäter mit Rettungshund im eingekesselten Breslau (Wroclaw). Aufgrund einer Schussverletzung im Rücken wird er evakuiert und landet im Lazarett Finsterwalde. Von einem Heimaturlaub meldet Georg sich nicht mehr zur Front zurück sondern bleibt bei der Familie mit 4 Kindern bis zum Kriegsende.

 

Familie Ksiensik

(um 1948)

 

Unschwer verständlich ist, dass es wegen der (für Deutsche) komplizierten polnischen Wortstruktur und Aussprache über die Jahre zu diversen Veränderungen in der Schreibweise kam. Neben Ksiensik existieren daher noch weitere Namen, für ein und dieselbe Familie. Verschärfend kommt hinzu, dass Varianten wie Ksienczyk und Ksienrzyk auch noch amtlich beglaubigt wurden.

 

Mit der Gründung eigener Familien wurde die nachfolgende (männliche) Generation angehalten, den ursprünglichen Namen Ksiensik auf dem Wege einer nunmehr offiziellen Namensänderung zurück zunehmen oder einen neuen zu wählen. Das hätte natürlich auch die Töchter betreffen müssen. Nach herkömmlicher Tradition übernahmen diese aber die Namen ihrer Männer.

 

 

(80.Geburtstag 1983)

 

Ksienrzyk

Opa Georg stirbt am 05.03.1985, Oma Anny am 19.12.1992. 

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grab

 

Während 1985 der Grabstein korrekt beschriftet wurde, brachte die Todesanzeige 1992 neue Verwirrung in die Namensgeschichte.




 

Der namentliche Ableger Ksienrzyk wurde durch den ältesten Sohn übernommen und ist mittlerweile in der 3. Generation in der Lausitz verbreitet.


 

Ksienczyk

... Der jüngere Sohn Lothar (unser Vater) gründet 1965 eine Familie unter dem Namen Ksienczyk. Die Vermutung liegt nah, dass die Buchstaben "c" und "r" vertauscht wurden; wahrscheinlich auch amtlicherseits.

Zinsik

Um weiteren Verwechslungen aus dem Weg zu gehen, entschließen sich unsere Eltern den Namen "anzupassen", was im Übrigen keine seltene Angelegenheit war. Der Name Zinsik wird vom ursprünglichen Namen Ksiensik klanglich abgeleitet und den Kindern überschrieben. 

 


 

 

(1965)

  

(um 1970)

Die Herren dieser Homepage 

 

 

 

 

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Design und Inhalt sind noch Baustelle!

 

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