ALTENDORFER SOCIETÄTSBRÄU
"STORCHENNEST"
"NOISEWORKS"
"P.ALEien"

>> gegründet September 2017
>> est. 1857
 |  est. 2017
>> Brewdoc Dr. K










>> Das Bier von mir <<   Brauen in der 50-Liter-Klasse

                                            
 
   * est. 2017 *
...und weil in Anbetracht des Logos oben links sicher gleich wieder Fragen hinsichtlich der Symbolik kommen: Der Stern im Logo ist der Brauer- oder Bierstern, auch sechszackiger Zoiglstern, der Storch steht für die alte Societätsbrauerei zu Altendorf...
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Das Bier aus der historischen 1. Altendorfer Societätsbrauerei - vormals Brauerei Altendorf - auf dem Chemnitzer Kaßberg.

Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot!

09112 Chemnitz, Horst-Menzel-Straße vormals Roonstraße 24

Gebraut wird jedoch nicht im ehemaligen Sudhaus, wie sich das eigentlich gehören sollte, sondern auf einem Areal, das früher die Brauereipferde beherbergte und das den Abschluss (Quergang) der weit verzweigten Flaschenlagerkeller bildete.


>>> 1. Altendorfer Societätsbrauerei / Brauerei Altendorf  als Teil der Actien-Lagerbier-Brauerei zu Schloß-Chemnitz - gegründet 1857 / nach nicht mal einem Jahrhundert geschlossen

>>> Altendorfer Societätsbräu -
neu/wieder gegründet 2017 nach 160 Jahren







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Geschichte meiner Brauversuche
Obwohl mein Kumpel Tom schon seit einigen Jahren sein leckeres "Kassberger" "fertigt", kam ich selbst erst durch ein bierseeliges Wochenende in Tschechien auf den Geschmack des home brewings. Zusammen mit einem Freund fuhren wir Anfang September 2017 nach Teplice zum dortigen Teplicky Pivni Rynek, auf dem sich diverse Kleinbrauereien (minipivovary) aus Zentral- und Nordböhmen präsentierten. Besonders angetan hatte es mir der Gerstensaft der Brauereien Antos (Slany), Zichovec (Rodinny Pivovar Zichovec), Monopol (Teplice), Letiny (Letiny) und Kocour (Varnsdorf). Ich beschloss: das versuche ich auch.

Schon vorher hatte ich auf Reisen nach Louny/Laun, einst mit dem Pivovar Louny eine Hochburg der böhmischen Braukunst, die in den 2000er Jahren leider von Heinecken übernommen und Ende 2010 geschlossen wurde, das Bier der neu gegründeten Hausbrauereien Lounsky Zejdlik und Pivo Z Loun kennenlernen dürfen, ebenso das bekannte Bier des Zatecky Pivovar aus der Hopfenmetropole Zatec/Saaz.

Und nicht zu vergessen: meine erste Begegnung mit dem Greizer Autor, Verleger, Brauer Michael Rudolf (1961-2007), aus der sich eine lange Freundschaft entwickelte. Das muss um das Jahr 1992 gewesen sein. Auslöser: das AG.Geige Buch "Von Fröschen und Träumen". Seine Bücher (2000 Biere, Die 100 besten Biere der Welt, Der Pilsener Urknall, Bier! usw.) und Expertise zum Thema Bier inspirierten. Michael galt als "
Deutschlands gefürchtetster Biertrinker", als "Bier-Papst" bzw. "Biergegenpapst".
Also mußte eiligst das passende Equipment ran nebst Grundlagenliteratur. Die Problem- und Fehlerliste beim 1. Sud war erschreckend lang.
Seltsamerweise schmeckte es allen Probanden gut bis ausgezeichnet.
Die ersten beiden Sude waren Klosterbiere (Altes Helles) mit Münchner Malz und klassischer Hopfung. Doch schon mit Sud Nr. 3 wollte ich in Richtung stärker bzw. kalt gehopftes Ale niedriger Stammwürze (ca. 11-12 °P), für das ich ausschließlich farbhelles Pilsner Malz und diverse "Craft-Szene" Hopfensorten (Galaxy, Mandarina Bavaria, Cascade, Hüll Melon, Callista, Saphir usw.) verwendete.

Persönlich ziehe ich (fast) jedes gut gemachte Desitka (10° Helles Schankbier aus Böhmen) den angesagten, aber auch fürchterlich überbewerteten und überteuerten Craft-Bieren vor.
>> in Verbundenheit mit der Stonewood Braumanufaktur und dem Einsiedler Brauhaus, dem Chmelarsky Institut Zatec (Hopfeninstitut Saaz, CZ) und Elbe-Saale-Hopfen e.V. (Hopfenpflanzerverband)

    
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älter:










meine Biere














A.S.P.A. - Altendorfer Societäts Pale Ale, obergäriges Schankbier, ca. 12 °P, Bittere ca. 40 IBU, Farbe ca. 20 EBC:
Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Cara), 4 x Hopfen, Ale-Hefe

K.I.P.A. - Kaßberg India Pale Ale, obergäriges Schankbier, ca. 12 °P, Bittere ca. 40 IBU, Farbe ca. 20 EBC:
Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Cara), 4 x Hopfen, Ale-Hefe


Altendorfer Pale Ale "Storchennest"
, obergäriges Schankbier,
triple hop, ca. 12 °P, Bittere ca. 35 IBU, Farbe ca. 15 EBC:
Brauwasser, Pilsner Gerstenmalz, 3 x Hopfen (Magnum +
Spalter Select, Perle) - saisonal mit frisch getrocknetem Doldenhopfen
Storchennest hieß einst das Stadtgut auf dem (heutigen) Chemnitzer Kaßberg, auf dem 1857 die 1. Altendorfer Societätsbrauerei errichtet wurde.

Altendorfer Pale Ale "NOISEWORKS", obergäriges Schankbier, ca. 12 °P, Bittere ca. 35 IBU, Farbe ca. 15 EBC:
Brauwasser, Pilsner Gerstenmalz, 4 x Hopfen (Magnum + Ariana, Saphir, Mandarina Bavaria vs. Huell Melon) - saisonal mit frisch getrocknetem Doldenhopfen
Der Rausch-Alchemist (siehe Logo - oben rechts) war Anfang/Mitte der 1990er Jahre Symbol (by 
Andreas Uhlig) des Plattenlabels Noiseworks Records, das heute in Luxemburg beheimatet ist.

Altendorfer Pale Ale "P.ALE.ien", obergäriges Schankbier, ca. 12 °P, Bittere ca. 35 IBU, Farbe ca. 15 EBC:
Brauwasser, Pilsner Gerstenmalz, 4 x Hopfen (Magnum + Callista, Cascade + Galaxy) - Australian Style
Altendorfer Pale Ale "Witfontein" - 4 x Hopfen (Magnum + Callista, Cascade + Southern Promise) - South African Style
Altendorfer Pale Ale "Waimea" - 4 x Hopfen (Magnum + Callista, Cascade + Southern Cross) - New Zealand Style
India Pale Ales aus aller Welt, speziell aus dem Süden...

Altendorfer Pale Ale "Saazer Dreher", obergäriges Schankbier, triple hop, ca. 12 °P, Bittere ca. 35 IBU, Farbe ca. 15 EBC:
Brauwasser, Pilsner Gerstenmalz, 3 x Hopfen (Magnum + Saazer, Kazbek) - saisonal mit frisch getrocknetem Doldenhopfen
In Erinnerung an die ehemalige Genossenschaft-Brauerei Dreher in Saaz (Dreheruv Pivovar Zatec), die noch immer mit überragender Architektur zu glänzen weiß.

Altendorfer Pale Ale "craftMEIER", obergäriges Schankbier, ca. 12 °P, Bittere ca. 35 IBU, Farbe ca. 15 EBC:
Brauwasser, Pilsner Gerstenmalz, 4 x Hopfen (Magnum + Ariana + Palisade, Zythos)
Ein CraftPaket mit den US-Hopfensorten
Palisade und Zythos.

kaltgehopft (dry/cold hopping, mind. 2-3 g/l)
Flaschenreifung 0,50 l oder 0,33 l
unfiltriert/naturtrüb, unpasteurisiert
...Rohstoffe...
Gerstenmalz Pilsner Malz (Zeitler / Kulmbach, Landsberg / Landsberg, Bilgram / Memmingen), Cara-Malz dunkel (Landsberg) + wenig Sauermalz zur Brauwasseroptimierung (wir haben hier ein schon zu weiches Leitungswasser)
Hopfen noch immer im Versuchs- und Optimierungsstadium -
Kombinationen u.a. aus


>> Pellets 90 (Hallertau/D, 
Spalt/D, Zatec/CZ, USA, Australien, Neuseeland, Polen usw.):

Galaxy (Australien)
Southern Cross (Neuseeland)
Cascade (D + USA)
Mandarina Bavaria, Huell Melon, Callista, Ariana, Saphir, Magnum, Perle, Spalter Select (alle Deutschland)
Kazbek, Saazer (alle Tschechien)
Centennial, Chinook, Amarillo, Palisade, Zythos, Citra, Simcoe, Sabro, Ahtanum, Mosaic (alle USA)
Southern Promise (Südafrika)
Izabella, Zula, Oktawia, Lubelski, Sybilla, Marynka, Iunga (alle Polen)
East Kent / Golding, Fuggles (alle UK)

+ Hopfen P90 direkt vom Erzeuger (z.B. Polish Hops - Karczmiska/PL; Yakima Chief Hops - Yakima/WA USA)

>> erntefrischer Grünhopfen / getrockneter Rohhopfen:

. aus der Oberlausitz/Sachsen (Taucherwald; Anbau von: Saazer, Magnum, Herkules, Huell Melon, Mandarina Bavaria, Polaris, Amarillo
)
. aus Zatec/Saaz in Tschechien (Hop Research Institute / Chmelarsky institut s.r.o., CZ): Kazbek von der Versuchsfarm des Instituts
Hefe (obergärig) Safale S-04, Safale US-05, Safale BE-134, Pure Ale Yeast 7 u.a.
außerdem Irish Moss
Lagerung >>> historischer (Flaschen)Lagerkeller der ehemaligen Altendorfer Societätsbrauerei -
2. Kellergeschoss / 2. UG unter dem 'Kontorhaus' (Lagertemperatur Sommer 11-12 °C, Winter 9-10 °C)
 

>>> Keller unter der Kirche St. Matthäus, Chemnitz-Altendorf
>> Etiketten

 
>> Etikett #1




>> Etikett #2




   
Mein Altendorfer Pale Ale Brauprotokoll 50l-Malzrohrprinzip
Mein Altendorfer Pale Ale Brauprotokoll 30l-Rührwerkprinzip
Technik
(Auszug)
   
       

Technik
I. Braukessel Klarstein Mundschenk XXL 50 l mit Edelstahl-Würzekühler und verlängerter Zirkulationsleitung für Whirlpool
II. Braukessel Klarstein Beerfest/Füllhorn 30 l
1.
Braukessel, Edelstahl-Rührwerk mit 12 V DC Motor, Läuterfreund, Inkbird Brauthermostat ITC 310 T-B
2. Braukessel, Edelstahl-Rührwerk mit 12 V DC Motor, Läuterfreund
3. Braukessel, Mattmill Läuterblech
Fast Ferment 30 l
2 x Klarstein 30 l Fermenter Edelstahl-Gärkessel/-bottich
Edelstahltöpfe 47 l und 70 l mit Hockerhocher 10,5 kW (Gasbetrieb)
mehrere Würzekühler aus Kupferrohr und aus Edelstahl
Sputnik II & III
selbstgebauter "Trubinator" (Hopfenseiher/-filter)
Greiner GreiNorm Refraktometer, mehrere Bierspindeln, mehrere Aräometer
Industrie-Brauthermometer 0-80°C + 0-120°C, Benetech GM 1312 Thermometer
Aluminium KEG/Fass 30 l
3 x Cornelius NC KEGs/Fässer 19,5 l
2 x Etikettierer MX-5500
Freunde
 
  Kassberger "Hopfmann", September 2015  (c) Tom T.



   
 mein 2. und 3. Bier-Diplom - quasi frisch gezapft

persönlich geschätzt und gern getrunken, z.T. mit persönlicher Beziehung Reichenbrander (Hell, Red Ale, Kellerbier), Gersdorfer (Ale Hopfenbombe), Störtebeker (Atlantic Ale), Einsiedler (DPDC), Landskron (Maibock), vieles von Urban Chestnut B.C. (Wolnzach), vieles von Pivovar Svijany, Karasek a Stülpner, Kocour, Knusnohor (alle CZ)

...leider untergegangen: Brauhaus Torgau, Peniger Spezialitäten Brauerei

...ebenfalls untergegangen: Braustolz in Chemnitz (Produktion verlagert nach Plauen/Vogtland), Leipziger Brauhaus zu Reudnitz
 Anfänge


Die "1. Altendorfer Societätsbrauerei" zu Chemnitz-Altendorf um das Jahr 2000, als das Kunst- und Kulturzentrum VOXXX (1992 bis 2005) das ehemalige Sudhaus betrieb und vor dem Untergang sprich Abriss bewahrte. Heute (Stand Frühjahr 2018) hat sich am Sudhaus quasi nichts getan, das Gebäude nebst Torhaus wartet noch immer auf Sanierung und Umnutzung.
Teile der historischen Mälzerei konnten erhalten bleiben, die gigantischen Flaschenlagerkeller - aus der Zeit der Zugehörigkeit zur Actien-Lagerbier-Brauerei zu Schloß Chemnitz (Kontor/Verwaltung: Inselstraße 2a) - auf dem Gelände an der Horst-Menzel-Straße (früher Roonstraße), Chemnitz-Kaßberg wurden dagegen zwischen 2010 und 2015 fast vollständig zerstört. Ein Trauerspiel.
Den letzten Tiefbrunnen hat sich leider ein Nachbar unter den Nagel gerissen, der mit dem Wasser heute seine Pflanzen bewässert und einen künstlichen kleinen Teich betreibt.
Überhaupt ist die Geschichte der Altendorfer Societätsbrauerei gepflastert mit Rückschlägen, Misserfolgen, Pleiten, Pech und Pannen: als selbständiges Unternehmen existierte man nur wenige Jahre/Jahrzehnte. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts diente die Brauerei 
vorwiegendder Bierlagerung, zogen fremde Gewerke wie Tischler, Färberei, KFZ-Werkstatt auf das Gelände zwischen Roon- (heute Horst-Menzel-Str.) und Werderstraße (heute Erzbergerstr.), Postanschrift/Adresse Roonstraße 24.



Das gleiche Motiv ca. 15 Jahre später (2018):




Geschichtliches zur Brauerei und zum VOXXX 1 - Text aus den späten 1990er Jahren

Geschichtliches zur Brauerei und zum VOXXX 2
- Text von ca. 2008/2009

Geschichtliches zur Schloß-Brauerei - Schloß-Bräu

http://www.salsatecas.net/voxxx.htm


Gesamtansicht der (Societäts) Brauerei Altendorf um 1900 -
somit vor Neubau des abgebrannten Sudhauses - mit Blick über den noch unbebauten Kaßberg in Richtung Altstadt.





Chemnitz war - ähnlich wie Dortmund - einst eine echte Biermetropole. Von den vielen kleinen und großen Brauereien sind heute (Stand 2018) lediglich Einsiedler und Reichenbrander übrig geblieben. Hinzu kommen Stonewood, das Turm-Brauhaus sowie einige Hobbybrauer.

Figur am Gebäude der ehemaligen Germania Brauerei Chemnitz

   
   



Als Mitglied von Die Partei wollte ich auf folgenden Hinweis - wenn auch ein wenig albern - nicht verzichten (gesehen und fotografiert in der fränkischen Biergemeinde Aufseß):



























Dank an Marcus Kaufmann + Dirk Hanus + Elisabeth (Grafik und so), Tom T., Tino C., Michael Friedrich, Harald F., Jo.Mey, Michael Rudolf (r.i.p.), Ingo + Susi, Fa. Kavalir, St. Matthäus Altendorf, T-K-I, Cafe Kutsche (Betreutes Trinken)
...alle Freunde, Nachbarn, Verwandten, Kollegen, die sich freiwillig als Testperson zur Verfügung gestellt haben. Ich hoffe, es geht Euch noch gut.
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